Wenn es nicht sofort klappt

Was mache ich falsch?

Leider gehört diese Frage zu den häufigsten, die sich junge Frauen mit Kinderwunsch stellen. Die Problematik, die dahinter steht sitzt natürlich viel tiefer. Allein durch diese Frage, setzt Du Dich unter einen enormen psychischen Druck, weil Du davon ausgehst, dass das Problem bei Dir liegt. Psychischer Druck wirkt sich nachweislich negativ auf die Fruchtbarkeit aus.
Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen. Durchschnittlich dauert es fast ein halbes Jahr, bis eine Frau mit Kinderwunsch schwanger wird. Hält man sich diese Zahl vor Augen, dann sind viele Frauen schon mal ein wenig beruhigter.

Wenn es mit dem schwanger werden nicht sofort klappt

Wann gehe ich zum Arzt?

Trotzdem kann es in manchen Fällen ratsam sein, einen Arzt aufzusuchen. Hier gilt es herauszufinden, wann der Moment erreicht ist, an dem Du Deinen Arzt kontaktieren solltest. Als Faustregel kann man sagen, dass Du mit 20, nach einem ganzen Jahr ohne Erfolg einen Arzt aufsuchen solltest. Je 5 Jahre, die Du älter bist, solltest Du 3 Monate früher zum Arzt gehen. Bist Du also 25, dann bereits nach 9 Monaten. Mit 30 nach 6 Monaten, und mit 35 oder mehr Jahren solltest Du nach 3 erfolglosen Monaten einen Arzt konsultieren.

Künstliche Befruchtung

Eine immer beliebter werdende Methode, ist die künstliche Befruchtung. Mehr und mehr Paare, bei denen eine natürliche Befruchtung sehr unwahrscheinlich, oder gar nicht möglich ist, entscheiden sich für diese Methode. Hierbei wird eine Eizelle dem weiblichen Körper entnommen und künstlich in Kontakt mit Spermien gebracht. Anschließend wird die befruchtete Eizelle wieder in die Gebärmutter gesetzt und kann dort heranwachsen.
Handelt es sich um eine sogenannte homologe Insemination, also dass Eizelle und Spermien vom jeweiligen Partner stammen, ist dies in Deutschland, wie auch den meisten anderen Ländern zulässig.

Liegt allerdings das Problem beim Mann (z.B. unfruchtbare Spermien) kann dies für manche Paare in Deutschland zu Komplikationen führen.
In Deutschland gelten besondere Regeln, wem ein solcher Eingriff erlaubt wird und wem nicht. Laut einer Richtlinie der Bundesärztekammer wird nur verheirateten oder in einer festgefügten Partnerschaft lebenden Paaren der Zugang zu Sammenbanken gewährt. Schwule oder lesbische Paare fallen laut aktueller Rechtslage nicht darunter.

Ein wenig Statistik

In jedem Zyklus liegt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei ca. 10-25%. Von Frau zu Frau ist dieser Wert unterschiedlich, so haben z.B. Frauen mit der typischen „Sanduhrform“ eine erhöhte Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden.
Das durchschnittliche Mutteralter ist in den letzten zwei Jahrzehnten fast um fünf Jahre angestiegen. Als Gründe dafür, wird häufig der Wunsch nach finanzieller Sicherheit für das Kind oder einfach der fehlende Partner angegeben. Da mit dem älter werden, auch die Fruchtbarkeit bei Frauen abnimmt, führt dieser Fakt natürlich dazu, dass Paare mit Kinderwunsch häufiger Probleme haben, sich diesen auf natürlichem Wege zu erfüllen.