Mönchspfeffer

Mönchspfeffer – was ist das?

Mönchspfeffer, auch bekannt unter den Namen Keuschlamm oder Tanis, ist eine Heilpflanze, die bereits den alten Griechen bekannt war. Diese Pflanze wurde im Mittelalter überwiegend von Mönchen und Nonnen verwendet, da ihr nachgesagt wird, einem die sexuelle Lust zu nehmen. In Klöstern wurde sie oftmals deshalb zum würzten von Speisen benutzt – daher der Name Mönchspfeffer.
Heutzutage gehört Mönchspfeffer zu den meist verschriebenen Medikamenten der Gynäkologie, da die kleine Pflanze den weiblichen Hormonhaushalt regulieren und somit hilfreich für eine gewollte Schwangerschaft sein kann.

Anwendung und Auswirkungen

Bei einer täglichen Einnahme von 3-4 Milligramm Trockenextrakt der Samen kann Mönchspfeffer den weiblichen Hormonhaushalt stabilisieren. Die Heilpflanze regt die Ausschüttung von LH (luteinisierendes Hormon) an, welches unter anderem für die Fortpflanzung verantwortlich ist. Vor dem Eisprung steigt für gewöhnlich die Konzentration dieses Hormons im Blut an, kommt es durch z.B. Zyklusstörungen nicht dazu, kann die Eizelle nicht befruchtet werden. Die Einnahme von Mönchspfeffer kann dem oftmals entgegenwirken.
Normalerweise wird Mönchspfeffer in gelöster Form verschrieben. Es gibt allerdings auch rezeptfreie Tabletten oder Kapseln, die das Extrakt enthalten. In Drogeriemärkten oder Apotheken gibt es sehr oft auch Mönchspfeffer-Tee. Dieser kann allerdings nicht den gewünschten Effekt erzielen, da die für Dich wichtigen Inhaltsstoffe des Mönchspfeffers nicht wasserlöslich sind.

Nebenwirkungen

Während der Schwangerschaft und danach in der Zeit des Stillens sollte die Einnahme von Mönchspfeffer vermieden werden, da die Ausschüttung vom Hormon Prolaktin herabgesetzt wird. Dieses Hormon ist für die Milchbildung in der Brust verantwortlich. Ebenso sollten Frauen mit Krankheiten, die durch Geschlechtshormone beeinflusst werden können, wie zum Beispiel Brustkrebs, Mönchspfeffer nicht einnehmen.
Andere Nebenwirkungen sind eher selten. Mönchspfeffer kann gelegentlich juckenden Hautausschlag und Kopfschmerzen hervorrufen.

Fazit

Mönchspfeffer ist kein Allheilmittel und erzielt auch keine Wunder. Wissenschaftlich belegt ist allerdings eine Regulierung des Hormonhaushalts, welche sich förderlich auf die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden auswirkt. Wenn Du also Zyklusschwankungen hast, kann Dir die Einnahme von Mönchspfeffer helfen. Falls Du noch unsicher bist, welche der vielen am Markt erhältlichen Produkte das Richtige für Dich ist, dann schau doch mal in unsere Empfehlungen.